Klimahaus® 8° Ost, Bremerhaven

Klimahaus-001

Gebäudedaten

Bauherr

BEAN Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter /
Neuer Hafen mbH & Co. KG, Bremerhaven

Architekt

Entwurf:
Klumpp Architekten Stadtplaner, Bremen
 

Ausführung:
agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren

Generalunternehmer
Fachplaner

Projektsteuerung:
STÄWÖG Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH, Bremerhaven
 

Tragwerksplanung:
ARGE KSF GmbH & Co. KG, Bremerhaven und
Prof. Bellmer Ingenieurgruppe GmbH, Bremen
 

Fassadenplanung:
Rache Engineering GmbH, Aachen
 

Technische Gebäudeausrüstung:
Schmidt Reuter GmbH, Köln
 

KlimaEngineering:
Transsolar Energietechnik GmbH, München

Weitere Projektinformationen

Es ist kein Zufall, dass das im Jahr 2009 eröffnete „Klimahaus Bremerhaven 8º Ost“ an die Form einer riesigen Wolke erinnert. Das Gebäude und die darin befindliche „Wissens- und Erlebniswelt“ ist ebenso innovativ wie das Energiekonzept der spektakulären Architektur selbst. Auf 11.500 m2 Ausstellungsfläche kann man hautnah erleben, wie unser Klima funktioniert. Die verschiedenen Klimazonen werden dem Besucher mit allen Sinnen erlebbar gemacht.
 

Um das Klimahaus nicht selbst zur Klimabelastung werden zu lassen, wurde bereits bei der Planung Nachhaltigkeit und ein CO2-neutrales Klimakonzept als Ziel formuliert. Das Planungsbüro „Transsolar Energietechnik“ begleitete das anspruchsvolle Museumsprojekt von der Wettbewerbsphase bis zur Fertigstellung und entwickelte für die spezielle Bauaufgabe eigens ein integrales Konzept zur Gebäudeklimatisierung.

Technologie STG-BEIKIRCH

Der gesamte Leistungsumfang bestand für STG-BEIKIRCH in der Projektierung, Lieferung und Montage der Antriebstechnik für RWA und Zuluft der Fassade sowie Lieferung und Montage der Steuerungstechnik in den Fassadenelementen für die Lüftungsöffnungen und Zuluftflügel.
 

Die für das Komfortempfinden im Klimahaus wichtige Frischluftversorgung wird über mechanische Lüftungsanlagen in der Fassade gesteuert, in der die zur Entrauchung erforderlichen Lüftungsklappen automatisch geöffnet werden. Gerade im Sommer muss der gläserne Fassadenzwischenraum wirkungsvoll mit Außenluft durchspült werden, um die Aufheizung der Luft vor Eintritt in den Raum zu minimieren. Im Winter dagegen sind die Wärmegewinne aus der Fassade willkommen und dienen zur Vorerwärmung der Frischluft.
 

Statt der sonst üblichen 24 Volt-Versorgung für die RWA-Anlage musste in diesem Projekt alles, was RWA und Lüftung betrifft, in 230 Volt ausgeführt werden. Hierfür kam es besonders auf eine dauerhafte und intelligente Antriebs- und Steuerungstechnik an und einen Hersteller, der dafür auch die erforderliche Gewährleistung übernimmt.
 

Eingebaut wurden an RWA-Flügel sowie Nachströmöffnungen und Lüftungsflügel insgesamt 23 Kettenantriebe der Baureihe EM-Tandem-AC an rahmenlose Glasflügel mit besonderen Punkthaltern am Glas, sowie 90 Kettenantriebe der Baureihe FM-Tandem in Sonderausführung AC. Die Sonderausführung der FM-Tandem Antriebe bestand insbesondere darin, die 230 Volt Vorschalteinheiten in das Motorgehäuse zu integrieren und eine Anpassung der Elektronik vorzunehmen. Darüber hinaus sind insgesamt fünf Steuerungen in 230 Volt für die Außenfassade und drei Steuerungen für die Lamellenfassade mit Fremdantrieben ausgerüstet worden.
 

Auch die Montage bedeutete keine Standardbauleistung seitens STG-BEIKIRCH. Die Kabelverlegung erforderte fundiertes handwerkliches Know-how der Fach-monteure und den sicheren Umgang mit dem Material, wobei akribisch darauf geachtet werden musste, Abscherungen und Quetschungen in den filigranen Profilkonstruktionen zu vermeiden. Erschwerend für die Monteure kam hinzu, dass alle Fenster außerhalb des Eingriffbereiches, also oberhalb 2,50 Meter liegen, eine Position an die man nur mit einem Gerüst herankommt. Aus diesem Grunde erstellten die Techniker von STG-BEIKIRCH direkt nach erfolgtem Einbau für jeden Flügel ein separates Funktionsprotokoll.

 
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