Haus der Wirtschaft der IHK, Kiel

IHK-Kiel-01

Gebäudedaten

Bauherr

Industrie- und Handelskammer zu Kiel

Architekt

Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten BDA, Ostfildern

Generalunternehmer
Fachplaner

Energie- und Klimakonzept:
Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart
 

Tragwerksplanung:
Furche Zimmermann Tragwerksplaner PartG, Köngen
 

Technische Gebäudeausrüstung:
Dr. Ing. Bernd Kriegel Ingenieure GmbH, Kiel

Weitere Projektinformationen

Das „Haus der Wirtschaft“ der IHK zu Kiel setzt durch die terrassenartige und glasdominierte Fassade einen herausgehobenen Akzent und entspricht gleichzeitig modernsten Kommunikations- und Technikanforderungen. Für die IHK galt bei der Umsetzung die Leitlinie, dass gute Architektur nicht teuer sein muss.
 

Neben der signifikanten äußeren Gestalt bietet das Gebäude im Innern, durch seinen fünfgeschossigen Luftraum, eine tageslichtdurchflutete Kommunikations- und Erschließungszone mit Glasaufzug und eingehängten Spindeltreppen zur Kurzerschließung. Die angrenzenden Büros sind zum Luftraum mittels Glastrennwänden akustisch abgeschottet. Die vorspringenden Galeriekanten ermöglichen offene Besprechungszonen und repräsentieren das offene und transparente Beratungskonzept.
 

Die Konstruktion des Gebäudes bietet die Möglichkeit einer ganzheitlichen Klima- und Energiekonzeption. Die wesentlichen Komponenten hierfür sind:
 

  • Natürliche Be- und Entlüftung und passive Nachtauskühlung der Bürobereiche und des Atriums über automatisierte Fenster
  • Quellluftsystem in den Konferenzbereichen in Kombination mit einem Erdkanal
  • Außenliegender, windgesicherter Sonnenschutz, in Kombination mit innenliegendem Blendschutz
  • Bauteilaktivierung durch offene STB-Decken mit eingelegtem, wasserführendem Leitungsnetz zur Optimierung des sommerlichen Komforts
  • Erdwärmetauscher in der Bodenplatte für den Betrieb der sommerlichen Bauteilaktivierung
  • Wasservorhang im Atrium für natürliches Klima und adiabate Kühlung im Sommer und Befeuchtung im Winter

Das Gebäude wurde mit dem „Landespreis für zukunftsweisendes Bauen in Schleswig-Holstein“ ausgezeichnet.

Technologie STG-BEIKIRCH

Der Leistungsumfang bestand für STG-BEIKIRCH im Wesentlichen in

  • der Realisierung einer RWA-Anlage (Kombination von kommerzieller RWA-Modulbauweise mit STG-BEIKIRCH LON-Technologie),
  • der Realisierung einer kontrollierten natürlichen Be- und Entlüftung über ca. 200 zentral und dezentral gesteuerte Lüftungsklappen,
  • der Kopplung der RWA-Anlage mit der Lüftungsanlage sowie
  • der Visualisierung von Lüftungszuständen und weiteren Gebäudedaten über ein PC-Tableau.

Das „Haus der Wirtschaft“ der IHK zu Kiel steht beispielhaft für die sinnvolle Bündelung der Kernkompetenzen von Transsolar KlimaEngineering und STG-BEIKIRCH, denn das gesamte Klimakonzept für das Gebäude basiert primär auf der effizienten Nutzung der natürlichen Ressourcen Sonnenlicht und Wind.
 

Die kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung des Gebäudes über automatisierte Fenster, gewährleistet ein sehr komfortables und gesundes Raumklima und verursacht im Vergleich zu einer mechanischen Lüftung wesentlich geringere Investitions- und Betriebskosten.
 

Im Sommer werden zur Vermeidung von Übertemperaturspitzen im Gebäude, die thermischen Speichermassen durch eine natürliche Nachtluftspülung passiv abgekühlt. Die frische Luft strömt durch die tiefer gelegenen Fassadenöffnungen kontrolliert in das Gebäude herein, erwärmt sich durch interne Quellen und verlässt das Gebäude als Abluft wieder über die höher liegenden Öffnungen im Dach des Atriums. Die Effizienz einer natürlichen Querlüftung wird dabei durch den thermischen Auftrieb noch zusätzlich verstärkt.
 

Die Öffnungsweiten der verschiedenen automatisierten Fenster im Gebäude können nach Bedarf reguliert werden, was zu jeder Zeit die Erzeugung optimaler und homogener Luftwechselraten ermöglicht.

Fotografien

STG BEIKIRCH / Roland Halbe Fotografie, Stuttgart

 
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